Seelischer Schmerz – Die 3 Gründe warum du leidest

Wir alle fühlen ihn, wir alle wollen ihn so schnell wie möglich loswerden: seelischer Schmerz. Sobald du erkennst, woher dein Schmerz eigentlich wirklich kommt, verändert er sich und verlässt dich schließlich auch. Im Folgenden erfährst DIE 3 GRÜNDE, die ursächlich dafür sind, dass du dich weder glücklich, noch frei fühlst.

1. Deine Gedanken

Hauptursache für deinen Schmerz, deine Sehnsucht, Enttäuschung, Wut, Angst oder Traurigkeit sind einzig und alleine nur deine Gedanken. Das ist dir solange nicht bewusst, bis du beginnst zu beobachten, was du eigentlich so denkst. Nie die Situation selber macht dir Schwierigkeiten, es sind nur deine Gedanken über sie. Statt im Hier und Jetzt zu sein, bist du gedanklich immer in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Dein Verstand erschafft dir potentielle Probleme, um mit einer potentiellen Lösung dann bereitzustehen. Verrückt oder? Aufgabe deines Verstandes ist nämlich:

  • Analysieren
  • Interpretieren
  • Lösen

Sicherlich ist dein Verstand ein hervorragendes Werkzeug. Wieso aber haben wir dann immer mehr Probleme? Wieso leidet die Menschheit dann zunehmend und wird auch körperlich immer kranker? Der Grund hierfür liegt einzig und allein daran, dass du dich selbst für dein Denken hätst. Du glaubst unbewusst also alles was du denkst. So erschaffst du dir deine eigene Realität! Vielleicht ist es dir schon einmal aufgefallen, dass du bestimmte Gedanken hast, die direkt Angst oder Traurigkeit in dir auslösen. Ein Gedanke löst ein Gefühl aus. Sieses Gefühl löst wiederrum einen weiteren Gedanken aus. Dein Denken beeinflusst also direkt und das jeden Tag dein emotionales Befinden. Denken an sich ist nicht das Schlimme. Gefährlich wird es nur dann, wenn all deine Gedanken unbeobachtet bleiben und immer mehr Aufmerksamkeit von dir wollen.

Was wärst du ohne dein Denken?

Falls dir das alles zu abstrakt klingt, möchte ich dir den Einfluss der Gedanken gerne anhand eines Beispiels verdeutlichen. Schließe hierzu bitte deine Augen und stelle dir folgende Situation vor:

Du sitzt an deinem Lieblingsort. Dein Konto ist überzogen, deine Rechnungen nicht bezahlt, dein Partner hat dich dazu noch verlassen und du wirst womöglich dein Haus nicht mehr halten können. Nun stelle dir denselben Ort vor. Du sitzt dort mit einem vollen Konto, bezahlten Rechnungen und einem Partner, der zuhause mit gekochtem Essen auf dich wartet.

So. Ganz bestimmt ist es für dich eindeutig, dass Person in 1. Situation deutlich glücklicher ist, oder? Okay, bitte gehe in beide Situationen noch einmal und nun stelle dir vor, in KEINER der beiden Situationen auch nur einen Gedanken gedacht zu haben. Du sitzt einfach nur an diesem wundervollen Ort und lässt das Außen sein wie es ist. Du BIST einfach nur in diesem Moment. Wer ist nun glücklicher?

2. Dein inneres Kind braucht dich

Teil von Gedanken sind Selbstzweifel. Selbstzweifel entstehen aus deinen sogenannten Ur-Ängsten und haben ihren Ursprung in deiner Kindheit. Selbstzweifel sind immer Antreiber für unser Verhalten: Perfektionismus, Ängste, Wutanfälle oder auch Depression. Jede Art von Anpassung dient der Verschleierung deiner Selbstzweifel. Egal ob du dich zu dick fühlst und immer an deiner Figur arbeitest, ob du immer die falschen Partner in dein Leben ziehst oder im Job noch so perfekt bist – du erreichst nie das, was du vermeintlich suchst: Anerkennung, Wertschätzung, Liebe und Respekt. Je größer deine Selbstzweifel, desto eher enden sie in Selbstablehnung und Selbsthass. Was alles hat das jetzt aber mit deinem inneren Kind zu tun?

Als unschuldiges Kind bist du abhängig von Zuwendung und Liebe deiner Erwachsenen. Du brauchst das zum Überleben! Aber was passiert mit dir, wenn du nicht dafür geliebt wird, wie du BIST? Das Prinzip ist schlau und ganz einfach: Du passt dich zwangsläufig an, verbiegst dich und lernst sehr schnell, wie du dir die Anerkennung deiner Erwachsenen verdienen kannst. Vielleicht ist du die hübsche Tochter oder der kluge Sohn? Schließlich gehst du eines Tages in den Kindergarten, in die Schule und schließlich in den Job. Scheinbar bist du erwachsen geworden und hast dazugelernt. Ist das so? Was ist der wirklich wahre Unterschied zu vorher? Deine Gefühle sind doch immer noch da, schließlich würdest du sonst mit hoher Wahrscheinlichkeit diesen Artikel garnicht lesen. Älter werden ist also Reifung deines Körpers. Das war´s. Deine kindliche Angst vor Ablehnung und Nichtgenügen ist immer noch dieselbe! Und spätestens dann, wenn du im Leben erneut reale Ablehnung erlebst, kommt dieses kleine Mädchen, der kleine Junge von früher weinend zu dir.

  1. Frage: Wie sprichst du zu einem Kind, das so verzweifelt zu dir als Erwachsener kommt und dich um Trost bittet
  2. Wie sprichst du in der Realität selbst mit dir in solchen Situationen
  3. Wo ist der Unterschied zwischen einem Kind und DEINEM Kind?

Wir sind alles Kinder, in einem erwachsenen Körper. Erwachsen werden heißt nicht älter zu werden, sondern Verantwortung für unser inneres Kind zu übernehmen. Uns selbst lieb zu haben und gut mit uns zu sprechen.

3. Du bist hochsensibel

Als hochsensibler Mensch bist du sehr empfindungsfähig. Nicht nur für deine eigenen Gefühle, sondern auch für dein Gegenüber. Hochsensible Menschen haben oft das Gefühl, anders zu sein. Mehr zu leiden. Nicht so wirklich in die Gesellschaft zu passen. In der Kindheit waren sie oft Außenseiter, es sei denn sie haben sich hervorragend an die Außenwelt angepasst. Ihr Glaubenssatz lautet oft „So wie ich bin, bin ich nicht richtig.“ Durch ihre ausgeprägte Empathie sind sie die Zuhörer, die Helfer, die die immer da sind für andere. Aufgrund ihrer Fühlfähigkeit, werden Hochsensible Menschen oft als Mülleimer für unverarbeiteten Schmerz von nicht fühlfähigen Menschen benutzt. Bedeutet: Ein wenig fühlender Mensch muss sein unverarbeitetes Zeug auf einen anderen abladen. Das ist reine Physik und kein Hokus Pokus. Hochsensible Menschen haben genau die Übertragungsflächen für diesen Inhalt. Übertragungen dieser Art findest du in erster Linie in toxischen Beziehungen. Hochsensible Menschen haben daher oft das Gefühl, stark leiden zu müssen. Das ist in der Tat auch keine Einbildung sondern buchstäblich Fakt, da sie die Gefühle des Gegenüber mitfühlen. Das Fühlen der eigenen und der verdrängten Gefühle Anderer, zwingt einen Hochsensiblen nicht selten in Verzweiflung und Depression.

Du fragst dich ob du hochsensibel bist? Hier findest du es raus!

Sie suchen Begleitung auf Ihrem Weg zurück zu sich selbst? Melden Sie sich gerne unter: mail@praxis-natalie-schmid.de

Natalie Schmid

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